Du bist die Person, auf die Verlass ist. Im Job die, die es richtet. In der Familie die, die an alles denkt. Im Freundeskreis die, die zuhört. Und wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, kommt die Antwort automatisch: „Passt schon."
Dieser Artikel ist für alle, bei denen „Passt schon" seit einer Weile nicht mehr stimmt — die es aber trotzdem sagen, weil das Gegenteil keine Option zu sein scheint.
Was ständiges Funktionieren mit dem Körper macht
Funktionieren ist Leistung. Und Leistung ist erst einmal nichts Schlechtes — dein Körper ist dafür gebaut, Phasen hoher Anforderung zu stemmen. Aber er ist dafür gebaut in einem Rhythmus: Anspannung, dann Erholung. Belastung, dann Regeneration.
Ständiges Funktionieren streicht die zweite Hälfte. Du stemmst — und statt der Erholung kommt die nächste Anforderung. Was dann passiert, ist keine Frage der Willenskraft, sondern der Biologie: Dein System schaltet in den Dauerbetrieb und beginnt, laufende Kosten aus der Substanz zu bezahlen. Zuerst leise — flacherer Schlaf, festere Schultern, dünnere Geduld. Dann deutlicher — Erschöpfung, die kein Wochenende mehr repariert, Infekte, die sich häufen, ein Kopf, der beim Zuhören längst bei der nächsten Aufgabe ist.
Das Heimtückische: Von außen sieht alles gut aus. Gerade weil du so gut funktionierst.
Warum gerade die Starken kippen
Weil die Stärke Teil der Identität geworden ist. Wer jahrelang die Verlässliche oder der Verlässliche war, hat zwei Dinge verlernt, die für ein gesundes System überlebenswichtig sind: um Unterstützung bitten — und ohne schlechtes Gewissen nichts leisten.
Viele Menschen in meiner Praxis sagen eine Variante desselben Satzes: „Wenn ich es nicht mache, macht es niemand." Manchmal stimmt das sogar. Aber die ehrliche Anschlussfrage lautet: Was passiert mit all dem, wenn du ausfällst? Ein System, das nur läuft, solange du dich übergehst, ist kein stabiles System — weder zu Hause noch im Job. Für dich selbst zu sorgen ist deshalb keine Schwäche und kein Egoismus. Es ist die Voraussetzung dafür, dass deine Stärke trägt, statt dich auszuhöhlen.
Der erste Schritt — kleiner, als du denkst
Es braucht nicht die große Lebenswende. Es braucht einen Anfang, den dein Alltag übersteht:
Eine Stunde pro Woche, die nur dir gehört. Fix im Kalender, wie ein Termin mit deiner wichtigsten Kundin — denn genau das bist du. Keine Erledigungen, keine Nützlichkeit. Gehen, lesen, nichts.
Ein „Lass mich kurz nachdenken" pro Tag. Statt sofort ja zu sagen. Diese drei Sekunden Abstand sind das Trainingslager fürs Neinsagen.
Und täglich das kleinste Signal an dein System: zweimal kurz durch die Nase einatmen, lang ausatmen. Besonders in dem Moment, in dem du von einer Rolle in die nächste wechselst — Arbeit zu Familie, Familie zu Abend.
Wenn Funktionieren schon lange der Normalzustand ist
Dann reicht eine Stunde pro Woche oft nicht mehr, um die aufgelaufene Last abzutragen — das System braucht gezielte Unterstützung, um überhaupt wieder in den Erholungsmodus zu finden. Genau dabei begleite ich dich in meiner Praxis: Mit ThetaHealing und Bioresonanz geben wir deinem System die Impulse zurück, die im Dauerbetrieb verloren gegangen sind.
Dein nächster Schritt: der Einzeltermin
Du hältst so viele — lass dich eine Stunde lang halten. Hier findest du alles zum Einzeltermin — Praxis Nüziders oder online.
Termin ansehenHäufige Fragen
Ist es nicht egoistisch, mich um mich selbst zu kümmern, wenn andere mich brauchen?
Dreh die Frage um: Ist es verantwortungsvoll, die Person, von der alle abhängen, unversorgt zu lassen? Selbstfürsorge ist bei tragenden Menschen keine Wellness — sie ist Instandhaltung.
Warum fällt es mir so schwer, Unterstützung anzunehmen?
Weil dein System Geben mit Sicherheit verknüpft hat — wer gebraucht wird, ist wichtig, wer bittet, fühlt sich verwundbar. Das ist erlernt, oft über Jahrzehnte. Und alles Erlernte lässt sich in kleinen Schritten neu lernen.
Woran merke ich, dass es ernst wird?
Wenn Erholung nicht mehr ankommt: Das freie Wochenende hilft nicht mehr, der Schlaf erholt nicht mehr, die Freude bleibt aus, wo sie früher war. Spätestens dann verdient dein System mehr als Durchhalten — und bei anhaltender Erschöpfung gehört auch die ärztliche Abklärung dazu.
Von Herzen, Susanne